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Nächste öffentliche Fraktionssitzung und liberale Runde

13. Januar 2012 von Tilmann Breetsch

Die nächste öffentliche Fraktionssitzung der FDP Gemeinderatsfraktion Konstanz findet am Montag, den 16. Januar ab 19:00 Uhr in den Konstanzer Bürgerstuben (Bahnhofplatz 7) statt. Besprochen werden die Themen der nächsten Gemeinderatssitzung. Herzlich eingeladen sind alle Interessierten. Bringen Sie sich ein, fragen Sie “Ihre” Gemeinderäte und diskutieren sie mit. Die Fraktion freut sich.

Sitzungsvorlagen für die Gemeinderats- und Ausschusssitzungen können Sie übrigens hier herunterladen und einsehen: http://www.konstanz.de/ris/www/

Im Anschluss ab 20:15 Uhr findet unsere “Liberale Runde” statt, zu der ebenfalls alle Interessierten eingeladen sind. In lockerer Atmosphäre wollen wir uns über liberale Ansichten und aktuelle Themen austauschen.

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Neujahresgruß an unsere Mitglieder und Freunde

12. Januar 2012 von Dr. Tatjana Wolf

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Liebe Mitglieder und Freunde der FDP,

zunächst wünsche ich Ihnen im Namen der Fraktion und des Vorstandes der Konstanzer FDP persönlich alles Gute für das neue Jahr, vor allem Gesundheit und Glück, wie auch beruflich viel Erfolg.

Erfolg wünsche ich auch wieder unserer Partei und möchte Sie auffordern, in diesem wichtigen Jahr 2012 daran mitzuwirken. Ich bin mir bewusst, dass dies unter den aktuellen Bedingungen wie Umfragewerte, Personaldebatten und Verlust an Regierungsbeteiligung auf Landesebene nicht immer einfach ist. Auch gehört vielleicht etwas Mut dazu, sich gegenüber Freunden und Bekannten gegenwärtig als Liberale(r) zu bekennen. Ich bitte Sie jedoch, dies dennoch zu tun. Informieren Sie sich direkt auf unseren Veranstaltungen, unserer Homepage oder denen des Landes- und Bundesverbandes und nehmen Sie weiterhin am politischen Diskurs teil. Die FDP bleibt – auch mit den unstreitigen Fehlern der letzten Monate – die einzige originäre liberale Kraft in Deutschland. Mit seinem Bekenntnis zu verantwortungsbewusstem Wachstum, Haushaltskonsolidierung und aktiven Schutz der Bürgerrechte hat Philipp Rösler in seiner Neujahresrede deutlich gemacht, dass die FDP weiterhin auf diejenigen Werte setzt, denen wir in Deutschland unseren materiellen und immateriellen Wohlstand zu verdanken haben. Zu recht weist Philipp Rösler darauf hin, dass in sämtlichen paternalistischen Staatsideologien – von Grün bis Links – diesen Werten kein oder lediglich untergeordneter Stellenwert eingeräumt wird.

Das politische Jahr in Konstanz hat mit dem gut besuchten Neujahresempfang gut gestartet. Ein paar Eindrücke anbei.

Weiter geht’s am 02. Februar mit einem Vortrag von Frank Schäffler “Die Ideale des Liberalismus und die FDP”. Die Einladung erhalten Sie in der nächsten Woche separat.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen und verbleibe bis dahin mit liberalen Grüßen

Dr. Tatjana Wolf
Vorsitzende des FDP-Stadtverbands Konstanz

 

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Diskussionsabend mit Frank Schäffler (MdB)

9. Januar 2012 von Tilmann Breetsch

Am 02.Februar 2012  findet ein Vortrag und Diskussionsabend mit Frank Schäffler zum Thema “Die Ideale des Liberalismus und die FDP” im Restaurant Barbarossa (im Gerstensack-Raum) statt. Beginn: 19:00 Uhr. Eingeladen sind alle Interessierten.

Frank Schäffler ist Abgeordneter der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag und dort Mitglied im Finanzausschuss sowie Vorsitzender der AG Bürokratieabbau. Er ist Beisitzer im FDP-Bundesvorstand und Bezirksvorsitzender der FDP Ostwestfalen-Lippe. Schäffler ist Gründer des “Liberalen Aufbruchs” und hat maßgeblich den Mitgliederentscheid in der FDP zum ESM erwirkt. Bekanntlich weichen seine Vorstellungen von denen der Bundesregierung zum ESM deutlich ab.

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Neujahrsempfang des FDP-Kreisverbandes Konstanz

3. Januar 2012 von Tilmann Breetsch

Der FDP-Kreisverband Konstanz lädt am 06. Januar 2012 zum Neujahrsempfang in das Restaurant “Seerhein” (Konstanz, Spanierstrasse 3) ein. Beginn der Veranstaltung: 16:30 Uhr. Als Gastredner spricht der Vorsitzende der FDP/DVP-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg, Dr. Hans-Ulrich Rülke. Anschließend besteht die Gelegenheit zu Gesprächen mit ihm. Unsere Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Bundesvorsitzende der FDP und FDP-Landes-vorsitzende Birgit Homburger wird ebenfalls anwesend sein.

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Standpunkte FDP-Fraktion

16. Dezember 2011 von Tilmann Breetsch

Sitzung Haupt- und Finanzausschuss (HFA) vom 06.12.2011

Nachtragshaushalt 2012: Wird befürwortet, ebenso das Vorziehen künftiger notwendiger Investitionen und die Bildung von Rücklagen. Die FDP sieht eine finanzielle Beteiligung des Lago-Betreibers positiv.

Einsatz eines Security-Dienstes im öffentlichen Raum von Konstanz: Die Stadt soll keinen privaten Dienst bezahlen. Privatpersonen, die einen derartigen Diernst in Anspruch nehmen wollen, müssen selber die Kosten tragen. Wo allerdings ein öffentliches Interesse besteht, soll die Polizei eingesetzt werden.

 

Sitzung Technischer und Umweltausschuss (TUA) vom 30.11.2011

Bebauungsplan “Zur Torkel und nördlich angrenzende Grünfläche” – Antrag der SPD-Fraktion: Wird durch die FDP-Fraktion abgelehnt, der Bebauungsplan wurde im Gestaltungsbeirat berarbeit und ist ausreichend

 

 

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Anfrage der FDP- und FWG-Fraktion zum Agglomerationsprogramm

5. Dezember 2011 von Dr. Heinrich Everke

Ein Anfrage zur Änderung des Agglomerationsprogrammes im Bereich Döbele:

 

Herrn Bürgermeister Werner
Kanzleistraße
78462 Konstanz

Konstanz, 2. Dezember 2012

Anfrage der FDP- und FWG-Fraktion zum Agglomerationsprogramm

Sehr geehrter Herr Werner,

Her Stiegeler und ich waren am 30.11.11 bei der Vorstellung einer Studie über die Integration von Ausländern im Kreuzlinger Rathaus zugegen.
Am Rande dieser Präsentation berichtete uns der Stadtammann Herr Netzle darüber, dass ein wesentlicher Punkt in der grenzüberschreitenden Planung im Bereich des “Döbele” kurzfristig (knapp eine Woche nachdem uns das Agglomerationsprogramm im Gemeinderat vorgestellt worden war) von Konstanzer Seite geändert worden sei. Er und der Kreuzlinger Gemeinderat seien darüber sehr irritiert. Wir bitten Sie daher, Herrn Netzle oder einen seiner Vertreter zur nächsten Sitzung des TUA einzuladen. Wir halten es für sehr wichtig, die vertrauensvolle Zusammenarbeit der beiden Städte zu fördern.

Mit freundlichen Grüßen,
Dr.H.Everke
Für die FDP Gemeinderatsfraktion

 

Informationen zum Agglomerationsprogramm Kreuzlingen/Konstanz

Mit dem gemeinsam von den Städten Kreuzlingen und Konstanz sowie den Gemeinden Bottighofen, Gottlieben, Kemmental, Lengwil, Münsterlingen, Tägerwilen, Allensbach und Reichenau weiterentwickelten Agglomerationsprogramm werden Maßnahmen zu einer abgestimmten Siedlungs- und Verkehrsentwicklung aufgezeigt. Das Amt für Stadtplanung und Umwelt der Stadt Konstanz stellt folgende Unterlagen zur Verfügung. (Die Links verweisen auf die Seiten der Stadt Konstanz)

11_Maßnahmenübersicht mit Kosten [PDF, 83 kb]

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Netzkolleg Staatsschuldenkrise

1. Dezember 2011 von Tilmann Breetsch

Marco Buschmann erklärt mit seinem Internet-Videoformat „Netzkolleg Staatsschuldenkrise“ die Staatsschuldenkrise. Mit vier Videos klärt er ausführlich und anschaulich über die Ursachen, Gefahren und Lösungsmöglichkeiten der aktuellen Staatsschuldenkrise auf. Marco Buschmann ist Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Recht in der FDP-Fraktion, sowie Experte für Verfassungs- und Wirtschaftsrecht.

Teil 1: Die Ursachen der Staatsverschuldung (5:59 min)

Teil 2: Die Auswirkung des Zinsanstiegs auf die Staatsfinanzen (3:53 min)

Teil 3: Die Gefahr eines fremden Staatsbankrotts für uns (14:50 min)

Teil 4: Lösungsstrategien (4:45 min)

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Christian Lindner im Streitgespräch mit Hans-Olaf Henkel

29. November 2011 von Tilmann Breetsch

Am 28.11.2011 erschien im FOCUS ein Streitgespräch zwischen dem FDP-Generalsekretär Christian Lindner und dem früheren BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel. Das Gespräch hier im Wortlaut:

„Dynamit!“ – „Im Gegenteil!“

Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel und FDP-General Christian Lindner streiten über den Euro-Rettungsschirm und die Zerreißprobe für die Liberalen

Frage: Herr Henkel, Sie haben aufgerufen in die FDP einzutreten, um gegen den ESM zu stimmen. Sind Sie schon Mitglied?

Henkel: (lacht) Ne, ne, ich bin nicht der Typ, der sich in einer politischen Partei wohlfühlt. Mein Einsatz für eine alternative Euro-Rettungspolitik ist derzeit besser von außen, denn ich will auch auf andere Parteien Einfluss nehmen.

Frage: Herr Henkel tritt für einen klaren Schnitt ein, will die Aufspaltung in einen Nordeuro mit Deutschland und einen Südeuro mit Frankreich. Würden Sie den Rebellen Henkel denn aufnehmen, Herr Lindner?

Lindner: Alle freiheitsliebenden Menschen sind uns willkommen. Die Vorschläge von Herrn Henkel sind aber Dynamit. Als Exportnation profitieren wir vom Euro. Ein Zerbrechen der Währungszone hätte zudem katastrophale Verwerfungen in der Wirtschaft zur Folge, die Abwertungsspirale wäre unkontrollierbar. Deutschland und Frankreich zu trennen, diese Vorstellung verstört mich geradezu. Das ist nicht nur geschichtsvergessen. Wer dieses Tandem trennen will, der beschädigt das ganze europäische Projekt.

Henkel: Das Gegenteil ist richtig. Die gesamte Regierung ignoriert völlig, dass das ursprüngliche Ziel des Euro, Europa zu einigen, grandios verfehlt wird. Der Euro spaltet Europa in Geber- und Nehmerländer. Früher war Deutschland die beliebteste Nation in Griechenland. Heute sind wir dort die am meisten verhasste. Auch der Graben zwischen den 17 Euro-Ländern und den zehn Nicht-Euro-Ländern wird tiefer. Von denen hat nur noch Rumänien Lust auf den Euro.

Lindner: Ich sehe das als Geburtswehen eines neuen Europas. Deutschland hat erreicht, dass strukturelle Probleme nicht mit billigen Schulden überdeckt werden. Ein liberaler Erfolg. Stattdessen gibt es nun schmerzhafte Lernprozesse. In Griechenland, Italien und Spanien gibt es Reformregierungen. Schuldenbremsen werden in den Verfassungen verankert. Daraus kann eine Stabilitätsunion wachsen. Auch der frühere Stabilitätspakt hätte wirken können, wenn Griechenland nicht aufgenommen und der Pakt nicht von Rot-Grün aufgeweicht worden wäre.

Henkel: Davon stimmt nur, dass Rot-Grün und andere Regierungen in Europa die Stabilitätskriterien sträflich missachtet haben. Deswegen brauchen wir ein Euro-System, dass nicht abhängig ist von den Versprechungen der Politiker.

Lindner: Zustimmung – deshalb fordern wir Änderungen der europäischen Verträge. Mit Sanktionen, die politisch nicht hintergangen werden können. Wir können die Defizite der Währungsunion beseitigen, damit Europa ein Faktor auf der Weltbühne bleiben kann.

Henkel: Nein, das ist ein Trugschluss. Der Euro ist ein gefährlicher Bazillus geworden. Wenn Italien hustet, dann kriegt Deutschland Lungenentzündung. Nicht nur Finanzkrise und Staatsverschuldung, auch der Euro selbst ist Schuld an der Krise. Die griechischen Politiker konnten sich nur deshalb so hoffnungslos verschulden, weil sie dank des Euro plötzlich an niedrige Zinsen kamen. Auch die spanische Immobilienblase wäre mit höheren Zinssätzen nicht entstanden. Alle Länder des Südens – auch Frankreich – haben dramatisch an Wettbewerbsfähigkeit verloren, weil sie wegen des Einheitseuro nicht mehr abwerten konnten. Eine Währung für alle passt nicht zu total unterschiedlichen wirtschaftlichen Kulturen.

Lindner: Ja, es hat ordnungspolitische Sündenfälle gegeben. Mit denen müssen wir nun leider nachträglich umgehen. Die Ansteckungsgefahren dabei haben Sie ja präzise beschrieben. Wie können Sie aber dann gegen die Brandschutzmauern sein, die wir aufbauen, um notwendige Korrekturen vorzunehmen?

Henkel: Weil Sie diese gerade selbst eingerissen haben! Die No-Bail-out-Klausel – also das Verbot, für die Schulden anderer Länder aufzukommen – war die entscheidende Brandmauer zwischen dem deutschen Steuerzahler, und den Politikern in anderen Ländern. Der größte Fehler von Bundeskanzlerin Angela Merkel war, dass sie diese Mauer auf Druck von Frankreichs Präsident Nikolas Sarkozy eingerissen hat. Von dieser schiefen Ebene kommen wir schwer wieder herunter. Ich gebe zu: Es gibt keinen Königsweg aus dieser Krise.

Frage: Auch Ihr Vorschlag kostet ehrlicherweise Geld.

Lindner: Ja, die heiße Luft im Euro-Schuldensystem muss raus. Das bedeutet: Wir müssen Banken rekapitalisieren und einige verstaatlichen. Das gehört aber zu jedem Rettungsvorschlag – zu Ihrem auch, Herr Lindner. Egal, was passiert. Bei der Aufspaltung in zwei Währungszonen, wie ich das vorschlage, müssen wohl weitere Banken verstaatlicht werden. Das wird sich in einem deutlich höheren Schuldenstand, beispielsweise in Frankreich, niederschlagen.

Lindner: Und wie finanziert sich Frankreich dann am Markt?

Henkel: Die Frage ist völlig berechtigt. Aber im Augenblick kaufen wir nur Zeit und verschieben damit die Stunde der Wahrheit in die Zukunft.

Lindner: Nein, wir schätzen den Zeitbedarf der wirtschaftlichen Anpassung nur realistischer ein und wollen Ansteckungsgefahren reduzieren. Wir wollen kontrolliert Druck ablassen. Ihr Ende mit Schrecken wäre eine vorsätzliche Explosion. Die Staatsfinanzierung würde kollabieren. Würden Sie selbst als Anleger in Ihr fragiles Europa investieren? Für Ihre Bankenrettung bekämen die Staaten kein Geld. Verheerungen am Arbeitsmarkt und bei privaten Sparguthaben wären nicht zu verhindern. Wir haben stattdessen diese Brandmauern errichtet. Dahinter werden die privaten Banken sich jetzt an einem Schuldenschnitt beteiligen.

Henkel: In Deutschland sind diese Banken sowieso meist in öffentlicher Hand. Die Folgen trägt fast ausschließlich der Steuerzahler.

Lindner: Bedauerlicherweise. Sie wissen, dass die FDP seit Jahr und Tag Landesbanken privatisieren will. Bitte werfen Sie uns nicht mit den sozialdemokratischen Parteien in einen Topf.

Henkel: Das will ich ja auch nicht.

Lindner: Sie sollten uns loben. Ohne uns hätte der Bundesfinanzminister den Eurobonds schon längst zugestimmt.

Henkel: Wir kriegen den Euro-Bond. Er wird nur anders heißen. Stabilitätsbond oder so.

Lindner: Nicht mit der FDP. Ein Einheitszins für alle Euro-Länder würde ja wieder den Anreiz nehmen, Reformprogramme durchzuziehen.

Henkel: Die EZB kauft doch jetzt schon laufend Schrottanleihen; wenn Frau Merkel jetzt auch noch Euro-Bonds zustimmt, müssten Sie aus der Regierung raus.

Lindner: Sie hat das im Bundestag gerade nochmals ausgeschlossen. Notfalls würden wir sie daran erinnern.

Frage: Wenn doch: Wäre Ihnen die Opposition denn nicht lieber, Herr Lindner?

Lindner: Nein, dann hätten wir keinen Einfluss mehr auf die Gestaltung Europas. Dann gäbe es schnell eine Mehrheit für eine zentralistische Wirtschaftsregierung in Brüssel und Gemeinschaftsschulden in Europa. Wir werden Europa aber nicht denen überlassen, die die Krise verursacht haben.

Henkel: Es ist doch naiv zu glauben, Sie hätten noch europäischen Einfluss. Das größte Land, das den Euro am meisten gefährden kann, Frankreich, hat die Einführung einer Schuldenbremse angelehnt. Deswegen ist es wichtig, dass sich eine liberale Partei auf die Socken macht und eine Alternative zur Einheits-Euro-Politik entwickelt.

Wenn sich Frank Schäffler durchsetzt, werden Sie dazu gezwungen. Sie können froh sein, wenn er gewinnt. Dann wäre die FDP wieder für diejenigen wählbar, die die Nase voll haben von den Rettungsorgien. Wenn Sie sich durchsetzen, Herr Lindner, ist Ihre Partei endgültig tot. Und dann kommt eine neue.

Frage: In der Sie sich dann engagieren?

Henkel: Wenn sie liberal, europafreundlich und eurokritisch wäre, bin ich dabei und viele andere sind es auch. Aber wenn die FDP so weitermacht, ist sie erledigt.

Lindner: Das habe ich schon einmal gehört. Es gab einmal eine Abspaltung der FDP, den Bund Freier Bürger. Der wollte die D-Mark-Partei sein. Darüber ist die Geschichte hinweg gegangen. Wenn die FDP aus der Regierungsverantwortung fliehen würde, wie Sie das empfehlen, dann käme wirklich eine alternative Europa-Politik. Aber nicht die, die Sie sich vorstellen. Sondern Eurobonds, das systematische Anwerfen der Notenpresse zur Staatsfinanzierung, eine zentrale gelenkte Wirtschaftspolitik aus Brüssel. Schauen sie doch einmal, was außerhalb Deutschlands gedacht wird und was in den Programmen von SPD und Grünen steht.

Henkel: Sie versuchen mit allen Mitteln, den Schäffler-Antrag zu diskreditieren. Euro-Kritiker als schlechte Europäer darzustellen oder gar als populistisch ist aber nicht fair.

Lindner: Ich unterstreiche, dass eine populäre Argumentation nicht immer richtig sein muss.

Henkel: Ich habe nie in meinem Leben etwas gesagt, nur weil es populär war. Aber wenn Sie den FDP-Mitgliederentscheid verlieren, müssten Sie zurücktreten, um einer anderen Führung Platz zu machen. Was raten Sie dann eigentlich Ihren Bundestagsabgeordneten?

Lindner: Ich spekuliere nicht über einen Ausgang, den ich verhindern will. Rainer Brüderle hat wiederholt darauf hingewiesen, dass es kein imperatives Mandat gibt. Dafür ist Frank Schäffler das beste Beispiel, weil er im Bundestag gegen Beschlüsse gestimmt hat, die Parteitage mit großer Mehrheit gefasst hatten. Der Mitgliederentscheid fließt aber natürlich mit Gewicht in die persönliche Entscheidungsfindung ein.

Frage: Aber kann Ihr Parteichef, der kein Mandat als Abgeordneter hat, weiter einer Regierung angehören, wenn diese einen anderen Kurs verfolgt als die Mehrheit der FDP-Mitglieder?

Lindner: Philipp Rösler hat den Eid geschworen, dass er Schaden vom deutschen Volk abwenden wird. Wir retten doch nicht die Griechen – wir sichern deutsche Arbeitsplätze und deutsche Spareinlagen. Wir wollen Europa auf eine tragfähige Grundlage stellen, weil wir davon als Deutsche profitieren. Das ist unsere Selbstbehauptung in der Globalisierung. Wir sollten nicht nur vom Preis des Euro sprechen, sondern auch vom Wert des Euro.

Henkel: Der Euro ist zu schwach für den Norden und zu stark für den Süden. Klar: Deutsche Exporte profitieren kurzfristig von einer schwachen Währung. Aber Konsumenten, Rentner und Sparer zahlen bald dafür die Zeche, später auch die Industrie. Warum begreift der Generalsekretär das nicht? Es würde nicht nur dem Land, es würde auch Ihrer Partei nützen.

Lindner: Der FDP als Partei kann nichts dauerhaft nützen, was Deutschland und Europa schaden würde.

 

Die Fragen stellten Olaf Opitz und Frank Thewes
Quelle: FOCUS 48/2011 vom 28. November 2011
Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung der FOCUS Magazin Verlag GmbH

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Klarstellung zum Bericht im Südkurier vom 25.11.2011

25. November 2011 von Dr. Tatjana Wolf

Nachdem nach dem Bericht von Prof. Zantl ohne die an dieser Stelle üblichen Danksagungen kommentarlos zum nächsten Tagesordnungspunkt übergegangen wurde, hat die FDP dem ärztlichen Direktorium und der Geschäftsführung ihr Vertrauen ausgesprochen. Ein Bekenntnis, das in dieser Form – soweit mir bekannt ist – von keiner der anderen Parteien vorliegt. Die Stellungnahme erfolgte in der Sitzung des Stiftungsrates und damit in einem Gremium, das für die politische Diskussion vorgesehen ist – und nicht über die Presse.

Herr Zieger hat Recht, wenn er schreibt, dass Schweigen in machen Situationen Gold ist. Schade nur, dass sich der Südkurier hieran während der auflagenwirksamen Berichterstattung der letzten Wochen nicht erinnert hat.

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FDP Fraktion steht hinter Geschäftsführung Klinikum

24. November 2011 von Dr. Tatjana Wolf

Die FDP-Fraktion hat sich in den letzten Wochen bewusst nicht in der öffentlichen Diskussion zur Führung des Klinikums Konstanz geäußert. Wir hielten die Diskussion, ausgelöst von der öffentlichen Rücktrittsforderung der FWG in Bezug auf den Geschäftsführer des Klinikums und Herrn Boldt in der aktuellen Verhandlungsphase um die Kreislösung für ausgesprochen kontraproduktiv. In diesem Punkt unterstützt die FDP-Fraktion vollumfänglich das Antwortschreiben des Oberbürgermeisters an die FWG. Ebenso überflüssig war der Antrag der SPD auf Neuverteilung des Geschäftskreises des Herrn Boldt, der mangels Einvernehmens des Oberbürgermeisters wieder zurück gezogen werden musste. Auch diese Aktion diente nicht gerade der Stärkung eines unserer Verhandlungsführer.

Darüber hinaus wird über die Rücktrittsforderungen m.E. ein Bild vom Klinikum Konstanz gezeichnet, das weder die interne Stimmung noch das äußere Image wiedergibt. So haben sich ein Großteil der Chefärzte und Belegärzte in einem öffentlichen Schreiben hinter die Geschäftsführung und das ärztliche Direktorium gestellt. Der Kontakt zu den niedergelassen Ärzten wird stetig weiter auf- und ausgebaut. Schließlich genießt das Haus auch bei Patienten – soweit mir aus meiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit bekannt ist – einen guten Ruf. Auf den Punkt gebracht: die FDP-Fraktion steht hinter der Geschäftsführung und dem ärztlichen Direktorium des Klinikums Konstanz.

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Jahreshauptversammlung 2011

21. November 2011 von Tilmann Breetsch

Der Vorstand des Ortsverbandes Konstanz der Freien Demokratischen Partei lädt alle Mitglieder zur Jahreshauptversammlung 2011 freundlichst ein. Sie findet statt am 22.11.2011 um 19:00 Uhr im Restaurant Barbarossa (Obermarkt 8, Konstanz).

Tagesordnung:

TOP 1 : Begrüßung, Wahl Protokollführer, Feststellung der Beschlussfähigkeit
TOP 2 : Bericht der Ortsvorsitzenden
TOP 3 : Bericht des Ortsschatzmeisters
TOP 4 : Bericht der Fraktion
TOP 5 : Aussprache zu TOP 2 bis TOP 4
TOP 6: Entlastung des Vorstandes
TOP 7 : Beratung von Anträgen
TOP 8 : Verschiedenes

Die Mitgliederversammlung ist öffentlich. Gäste sind willkommen.

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Zwei offene Briefe an die FDP Mitglieder zum Mitgliederentscheid

20. November 2011 von Tilmann Breetsch

Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel haben sich in der FAZ zum Mitgleiderentscheid geäußert. Dieser Brief wurde von der FDP-Bundesgeschäftsstelle lediglich an alle Mandats- und Funktionsträger geschickt. Ebenso wurde ein Antwortbrief von Burkhard Hirsch und Frank Schäffler an den selben Verteilerkreis geschickt. Über dieses Vorgehen gab es Streit, wie der Spiegel berichtete. Beide Briefe können Sie hier lesen:

Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel in der FAZ:

Europa ist in schweren Turbulenzen. Eine jahrelange staatliche Schuldenpolitik wurde durch die zusätzlichen Belastungen der Finanz- und Bankenkrise plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes „untragbar“. Zweifel an der Bonität staatlicher Schuldner und brüchiges Vertrauen in die Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit des vereinten Europa sind die fatalen Folgen. (…)

>Der vollständige Brief auf faz.net

Antwort von  Burkhard Hirsch und Frank Schäffler:

Natürlich sind wir Europäer. Natürlich hat Deutschland in Europa eine besondere Verantwortung. Natürlich erzwingt die Globalisierung eine immer engere Zusammenarbeit. Das ist völlig streitlos. Die Auseinandersetzung geht um ein ganz anderes Problem.

Es geht darum, dass die vereinheitlichte Währung rechtliche, wirtschaftliche und monetäre Verwerfungen verursacht hat. Der Maastrichter Vertrag wurde nicht eingehalten. Die exekutiven Mittel zu seiner Durchsetzung waren wirkungslos. (…)

>Der vollständige Brief auf freiewelt.net

 

 

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